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Politik
Wir verstehen uns als parlamentarische Kraft, die die gegebene Ordnung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit beim Bund, in den Kantonen und Gemeinden respektiert. Der freie Meinungsaustausch ist Grundlage unseres politischen Denkens und Handeln, weshalb wir uns als kompromissfähig verstehen und auch bereit sind kontroverse Themen zu diskutieren.
Klassisch ist die Einteilung von Politikern in das eindimensionale politische Spektrum von Links bis Rechts. Zusätzlich findet man immer öfter noch die zusätzliche Achse Liberal bis Konservativ. Diese zweidimensionale Darstellung wurde ab den 1970er Jahren um eine weitere Achse durch die grüne Bewegung ergänzt. Ähnlich wie damals gibt es heute wieder radikale neue Ideen und Entwicklungen, die in der gegenwärtigen Politik kaum oder gar nicht vertreten sind. Die Piratenpartei ist der politische Arm dieser Bewegung und definiert damit die neue Achse digitaler bis analoger Politik.
Unser Kernthema ist die Digitalpolitik, welche wir versuchen auch in die Parlamente zu tragen. Einen ersten Wahlerfolg hatten wir bereits 2010, als wir in den grossen Gemeinderat von Winterthur gewählt wurden. Nun wollen wir die nächsten Schritte gehen und unsere Politik auch in den Zürcher Kantonsrat und den Nationalrat tragen.
Der Name Piraten - Tragt Ihr alle Augenklappe und Holzbein?
Der Name ist nicht unsere eigene Erfindung und soll auch nicht auf eine rebellische oder anarchische Natur hindeuten. Eines der Kernthemen der Digitalpolitik, die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Urheberrecht im Zeitalter des perfekten, digitalen Kopie und des Internets ist der Grund. In einem verzweifelten Versuch ihre Gegner in einem negativen Licht darzustellen, begannen die Musik-Vertriebsgesellschaften ihre Kunden als Piraten zu beschimpfen. Damit wollten sie die digital kopierenden Konsumenten auf eine Stufe mit den so genannten Raubkopierern zu stellen, welche mit dem Verkauf von unlizenzierten Tonträgern Geld verdienen. Dies hatte den gegenteiligen Effekt, dass sich die so beschimpften sich erst recht nicht weiter von diesen Konzernen gängeln lassen wollten und ein Fuchs-und-Hase-Spiel um Kopierschutz-Massnahmen und deren Umgehung begann. Durch den zunehmend mit härteren Bandagen geführten Kampf gelangten immer mehr bisher passive Konsumenten zur Überzeugung, dass etwas gemacht werden muss und wurden zu Aktivisten. Einmal politisiert tat man sich mit anderen unter Beschuss stehenden Gruppen, wie den Computerspielern, Freie Software Verfechtern und Hackern zusammen. Aus dem einst als Schimpfwort gedachten Pirat wurde ein stolz getragenes Prädikat. Die Piratenpartei sieht sich somit als politischer Arm der verschiedenen Interessengruppen aus dem digitalen Bereich.
