Piratenpartei Zürich distanziert sich von «Occupy-Paradeplatz»

Aus Sicht der Piratenpartei Zürich ist die Aktion «Occupy-Paradeplatz» mit besten Absichten geplant aber unzureichend organisiert. Niemand will Verantwortung übernehmen, weswegen auch keine Bewilligung eingeholt wird. Es droht auch eine Vereinnahmung durch linke Kreise.

Die Piratenpartei wird die Aktion «Occupy-Paradeplatz» nicht unterstützen. Wir sind eine Partei, welche sich für Transparenz einsetzt. Unser Anspruch an Transparenz richtet sich nicht nur an die Politik, sonder auch an das Finanzsystem. Insofern finden wir Demonstrationen gegen ein intransparentes Finanzsystem gerechtfertigt und unterstützenswert.

Vertreter der Piratenpartei waren beim Organisationstreffen am 10.10.2011 im Volkshaus dabei. Nach diesem Treffen sind uns Bedenken gekommen, was die Organisation des geplanten Anlasses betrifft. Sich einfach nur auf dem Paradeplatz einzufinden und dann vor Ort ohne technische Infrastruktur eine Versammlung abzuhalten, reicht nicht. Zusätzlich widerstrebt uns die Vereinnahmung dieses Protests durch die Juso und durch Verschwörungstheoretiker. Zu offensichtlich erscheint uns der Wunsch, kurz vor den Wahlen noch rasch mit einem medial stark aufgebauten Thema Aufmerksamkeit zu erregen.

Es ist einfach, von politischen und wirtschaftlichen Akteuren verantwortliches Handeln zu fordern. Die Initiatoren selbst zeigen aber wenig Ansätze, dass sie diesem Anspruch genügen könnten und fähig sind, Verantwortung zu übernehmen.