Schulpolitik der Piratenpartei Zürich

Die Schule ist der Ort, wo gesellschaftliche und soziale Gräben überwunden werden können. Durch eine Schulpolitik, die allen Kindern gleiche Chancen einräumt und Hindernisse ausräumt, kann das Sozialsystem entlastet werden, Menschen werden selbstständiger und glücklicher, die Wirtschaft leistungsfähiger. Kurz, von einer klugen Schulpolitik profitiert die ganze Gesellschaft. Wir wenden uns daher grundsätzlich gegen Sparen im Bildungssystem.

In vielen Punkten ist die Volksschule zwar auf einem guten Weg, die Theorie stimmt und die Absichten sind gut, sie ist aber in der Praxis noch nicht gut genug umgesetzt, weil u.a. viele Reformen zu schnell umgesetzt und schlecht vorbereitet werden. Ohne geeignete Lehrmittel und passend ausgebildete Lehrkräfte wird keine Reform zum Erfolg. Darunter leiden vor allem die Kinder der Übergangszeit.

Förderung

Individuelle Förderung für alle Kinder

Jedes Kind hat dasselbe Recht auf eine ihm und seinem Leistungsniveau optimal angepasste Förderung. Alle Kinder – starke, durchschnittliche und auch lernschwache – verdienen eine individuelle Förderung. Insbesondere muss begabten Kindern ein ansprechender und fördernder Unterricht angeboten werden, genauso wie lernschwachen. Werden intelligente Kinder in der Schule durch das langsame Arbeitstempo demotiviert, ist das ein ungeheurer Verlust an Potential, den die Gesellschaft erleidet. Auf der anderen Seite ist die Integration «schwieriger» und leistungsschwacher Kinder in die Regelklassen sehr wichtig, denn die Alternative führt in soziale Ausgrenzung, was nicht nur ebenso ein hoher Verlust an Potential ist, sondern dem Staat hohe Kosten an Sozialleistungen oder gar Zwangsmassnahmen verursacht.

Ziel der Schule ist es also jedem Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einer optimalen Entwicklung zu verhelfen, sie zu selbstständigen und voll integrierten Mitgliedern der Gesellschaft zu entwickeln und nicht, alle auf dasselbe Niveau zu bringen. Kinder mit besonderen Bedürfnissen sollen wenn möglich integriert werden, aber nicht um jeden Preis. Sonderschulen dürfen nicht vollständig abgebaut werden, denn es gibt nach wie vor Fälle, wo eine Integration in die Regelklasse den Beteiligten nicht zumutbar ist. Mit der Integration darf somit keine Sparmassnahme verbunden werden, vielmehr verursacht eine erfolgreiche Umsetzung Zusatzkosten.

Integrative Förderung

Die Umsetzung der Integrativen Förderung (IF) muss grundsätzlich hinterfragt werden. Momentan sind IF- Lehrpersonen ausschliesslich heilpädagogisch zur Betreuung für auffällige und lernschwache Kinder ausgebildet. Die Förderung begabter und hochbegabter Kinder ist weder Teil der IF-Ausbildung, noch wird dies den Lehrpersonen an der Pädagogischen Hochschulen beigebracht. Die Aufteilung der Klassen zwischen regulären und IF Schülern bringt oft Unruhe in den Unterricht, weil die Kinder in verschiedenen Gruppen unterrichtet werden. Dadurch sind in der Unterstufe zu viele Bezugspersonen vorhanden.

Wir schlagen vor, in Zukunft die Lehrerausbildung so zu verändern, dass die Klassenlehrpersonen selbst integrative Förderung, Heilpädagogik und auch Begabtenförderung betreiben können. Sie müssen nicht ein vollumfängliches Diplom in jedem dieser Fächer ablegen, sondern sich lediglich genug Wissen und Praxis aneignen, um die Kinder während der Primarstufe oder Sekundarstufe gut fördern zu können. Diplomierte Lehrpersonen können den Klassenlehrpersonen dabei assistieren, ohne einen Klassenteil ganz zu übernehmen.

Integration mit Augenmass

Einem geistig behinderten Kind ist nicht gedient, wenn es um jeden Preis in die Regelklasse integriert wird. Auch der Regelklasse schadet eine solche Vorgehensweise. Wenn ein Kind dem normalen Schulstoff in keiner Weise gewachsen ist, ist ihm mit einer Sonderschule besser geholfen. Keine Kompromisse dürfen gemacht werden, was das Leistungsniveau der anderen Schüler betrifft. Wenn die Leistung der anderen Schülern unter der Integration eines Sonderfalls leidet, muss man die Integration neu evaluieren und auch dem Schüler zuliebe von einem Regelklassenunterricht allenfalls absehen. Umgekehrt gilt dasselbe für hochbegabte Kinder, die nicht in die Regelschule passen. Auch hier ist zu prüfen, ob ihnen nicht mit einer Sonderschule für Hochbegabte besser gedient wäre.

Frühförderung

Wir befürworten Frühförderung für 0- bis 5-Jährige, verbunden mit Elternbildung und Unterstützung junger Familien. Dies soll nicht als Bevormundung der Eltern verstanden werden, es geht vor allem um die Vermittlung der Möglichkeiten, Förderungsmittel aber auch der Erwartungen der Schule und der Gesellschaft an die Kinder und Eltern. Es sollen starke positive Anreize geschaffen werden, damit insbesondere sozial schwächer gestellte, bildungsferne oder ausländische Eltern die Informationen erhalten, wie sie ihre Kinder bestmöglich fördern können und welche Möglichkeiten sie dazu haben. So sollen alle Kinder von Haus aus dieselben Chancen für Bildung und Förderung und altersgerechte Anregungen erhalten, um sich bestmöglich zu entwickeln und das Potential voll auszuschöpfen.

Kleinere Schulklassen

Eine individuelle Förderung bedingt kleinere Schulklassen, d.h. weniger Kinder pro Lehrer. Je mehr man Sonderfälle in die Regelklassen integriert, desto kleiner ist die maximal mögliche Anzahl an Schülern, die von einem Lehrer betreut werden können. Wenn die Klassen klein genug sind, sollte man auch auf spezielle IF-Lehrer verzichten können. Wir schlagen eine Maximalgrösse von 18 vor. Wenn allerdings viele Kinder mit zusätzlichen Bedürfnissen in der Klasse sind, muss diese Zahl weiter nach unten korrigiert werden können. Das muss im Ermessen des Schulleiters liegen und bedingt eine viel bessere Planung der Schulbauten. Statt weniger grossen Zimmern müssen mehr kleinere Klassenzimmer vorhanden sein.

Eltern

Wie schon bei der Frühförderung sollen den Eltern auch während der regulären Schulzeit zusätzliche Dienstleistungen geboten werden, damit sie ihre Kinder bestmöglich und in optimaler Zusammenarbeit mit der Schule fördern können. Es braucht mehr Mittel für Elternbildung, Schulsozialarbeiter und integrative Förderung auch direkt bei den Familien, zum Beispiel mittels Begleitpersonen aus demselben Kulturkreis, die jedoch bereits seit langem in der Schweiz leben und bestens integriert sind. Deutschkurse aber auch integrative Kurse über das Leben in der Schweiz sollten als Abend- oder Wochenendkurse angeboten werden, am besten direkt an den Schulen. Hier geht es nicht darum, möglichst alle zu guten und konformen Schweizern zu machen, sondern um essentielle Informationen über die Regeln und Bräuche im schweizer Alltag, welche die Integration erleichtern. Umgekehrt sollen auch Informationsveranstaltungen zu den Heimatländern und Kulturen der zugewanderten Familien angeboten werden, um das Verständnis und die Toleranz zu fördern und die Integration und Kommunikation beidseits zu erleichtern. Die Schulen und die Quartiervereine sollen auf Mittel zurückgreifen können um diese Angebote zu organisieren.

Zwar gibt es eine institutionlisierte Einbindung der Eltern in Elternräten. Allerdings haben diese keine Kompetenzen und sprechen vorwiegend Eltern an, die bereits Wert auf Bildung legen- Eltern, die Unterstützung bräuchten, können so nicht erreicht werden.

Kostenlose Nachhilfe

Da sich nicht alle Familien privaten Nachhilfeunterricht leisten können, sollten die Schulen generell Aufgabenhilfen einplanen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, bei kleinen Klassen solche Zusatzförderung im Rahmen des normalen Unterrichts durchzuführen, z.B. können die schwächeren Schüler betreut werden, während die stärkeren selbstständig arbeiten.

Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit kann eine wichtige Funktion bei der Erkennung von sozialen Problemen und ihrer frühzeitigen Lösung einnehmen. Schulsozialarbeiter verhindern, das Probleme erst dann gelöst werden, wenn es dazu die Polizei braucht. Sie entlasten und unterstützen beratend die Lehrerschaft und die Schulleitung und leisten wertvolle Arbeit zu Gunsten von Schülern, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Sie tragen zur Entkrampfung der Atmosphäre bei. Die Lehrer können sich so vermehrt auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren. Wir erachten eine ausgebaute Schulsozialarbeit in allen Schulgemeinden als eine gute Investition.

Leistung

Mehr Leistung fordern und fördern

Die Schule soll wieder mehr auf Leistung hin orientiert werden. Anstatt das Niveau von Schulklassen dem untersten Leistungsniveau anzugleichen, sollte die Erwartung an die Schüler so sein, dass jedes Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste geben muss. Von einem Kind, das mehr leisten kann als andere, muss man auch mehr Leistung einfordern, und umgekehrt weniger von einem leistungsschwachen Schüler. Leistung ist ein anzustrebender Wert. Die einzufordernde Leistung ist aber indidividuell unterschiedlich. Bei der Beurteilung von jungen Kindern soll die positive Motivation im Vordergrund stehen. Aber Kinder müssen auch lernen, mit Beurteilungen umzugehen.

Leistung transparent messen

Mancherorts wird den Kindern verboten, über ihre Zeugnisse zu sprechen, sie dürfen das Zeugnis erst zu Hause anschauen. Wir sind gegen diese Haltung. Leistung sollte vielmehr gelobt werden, Kinder sollen sich vergleichen, wie die Erwachsenen in der Gesellschaft auch gemessen und verglichen werden. Dabei müssen die Leistungen individuell relativiert werden je nach Fähigkeit der Kinder. Die Note sollte lediglich aussagen wie das Kind relativ zum kantonal einheitlichen Lehrplan steht. Auch die Leistungen der Lehrer sollten nicht am Klassendurchschnitt gemessen werden sondern an den relativen Leistungen der Schüler.
Die Leistung der Schüler gemessen am offiziellen Lehrplan soll über alle Klassen und Schulen einheitlich und möglichst objektiv erfasst werden. Diese Resultate sind jährlich zu publizieren. Zeigt es sich, dass einzelne Klassen, Schulhäuser, Gemeinden oder Kantone in der Leistung erheblich nach unten abweichen, müssen Massnahmen ergriffen werden, um das Leistungsniveau gezielt zu steigern. Weicht die Leistung nach oben ab, soll die Ursache gesucht werden, um damit die Leistung auch andernorts zu steigern.

Wichtige Inhalte

Stärkung des eigenständigen Denkens

Kinder sollen vermehrt darin gestärkt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden. Das neue Fach «Religion und Kultur» soll dazu genutzt werden, den Kindern die Werte unserer Gesellschaft zu vermitteln und die verschiedenen Weltbilder der Welt kennenzulernen, um ihr Verständnis und ihre Toleranz zu fördern. Es geht also nicht nur um Religion und Kultur, sondern auch um Philosophie und Ethik, deren Geschichte, und um die Gesellschaftswerte in der Schweiz und Europa. Uns ist wichtig, dass nicht nur die religiösen Ansichten vermittelt werden, sondern genauso der Humanismus, die Aufklärung und wie die Naturwissenschaften unser modernes Weltbild um Demokratie und Menschenrechte prägen. Die Kinder sollten nach dem Besuch dieses Fachs fähig sein, ihr eigenes Weltbild zu beschreiben. Um dies zu unterstreichen, sollte das Fach in «Philosophie, Ethik und Religion» umbenannt werden.

Medienkompetenz

Jugendschutz bedeutet in erster Linie die Vermittlung von Medienkompetenz, speziell den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet. Nicht nur Kinder, auch die Eltern müssen den Umgang mit modernen Medien erlernen und pflegen. Informatik- und Medienunterricht ist grösstenteils in die regulären Fächer des Schulalltags zu integrieren. Wir verstehen die neuen Medien als eine Kulturtechnik, deren Beherrschung eine wichtige Basiskompetenz darstellt. Kinder müssen fit sein für das Informationszeitalter und brauchen dazu Kompetenzen in Informationsbeschaffung und Bewertung, Datenschutz, Umgang mit Anonymität, Publikation, wie auch Grundlagen der Programmierung.

Verwaltung und Führung

Lehrerberuf attraktiver machen

Durch die enormen Veränderungen in der Gesellschaft in den letzten 50 Jahren haben sich die Anforderungen an die Lehrpersonen stark verändert. Die Kinder kommen aus sehr viel mehr unterschiedlichen familiären Hintergründen, bedingt durch Zuwanderung, gesellschaftliche Veränderungen und durch die demografische Zusammensetzung der Schweiz. Die Schule wurde und wird einer Vielzahl von Reformen ausgesetzt, die alle schlussendlich von den Lehrpersonen ausgeführt werden müssen. Gleichzeitig ist ihr Beruf nicht mehr so hoch angesehen wie noch am Anfang des 20. Jahrhunderts. Viele Lehrerinnen und Lehrer sind mit den Anforderungen überfordert, was zu einer sehr hohen Fluktuationsrate in den Schulen führt. Es gib immer öfter Zeiten von akutem Lehrermangel, die Prognosen für die Zukunft sind besorgniserregend.
Wir wollen, dass der Lehrerberuf wieder an Attraktivität gewinnt, um möglichst gute Lehrpersonen zu gewinnen. Es geht nicht nur um die Entlöhnung, sondern auch um das Arbeitsvolumen, die Arbeitsumgebung, zum Beispiel die Klassengrössen, die Qualität von Lehrmaterial oder die administrative Unterstützung durch Schulleiter und Sekretariat. Die Möglichkeiten zur Weiterbildung und weitere Zusatzleistungen sollen ausgebaut werden. Teilpensen soweit es innerhalb des Schulbetriebs möglich ist. Die entstehenden Mehrkosten betrachten wir als direkte Investition in unsere Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft.

Flexibilität bei der Anerkennung von Ausbildungen

Viele Lehrer müssten ein Sprach- oder anderes Diplom nachholen, obwohl sie schon jahrelang Schule geben. Solche Lehrer dürfen von einer Schulgemeinde nur noch drei Jahre lang angestellt werden. Das hat zur Folge, dass einige Lehrer einfach alle drei Jahre die Schulgemeinde wechseln. Die Schulgemeinden sollten mehr Entscheidungskompentenz erhalten bei der Anstellung von Lehrern, die fehlende Diplome durch grosse Erfahrung wettmachen.

Weniger Fach- und Speziallehrer

Lehrer in der Primarschule sollen vermehrt zu Universalisten ausgebildet werden. Für den Lernerfolg der Kindern ist die Beziehung zur Lehrperson wichtig. Kinder sind mit zu vielen Bezugspersonen überfordert, und Lehrer mit zu vielen unterschiedlichen Kindern. Deshalb soll die Stellung der Klassenlehrer gestärkt werden und wenn möglich die Schulklassen verkleinert. Teilpensen sind für Klassenlehrer daher nur eingeschränkt möglich.

Lehrmittel

Lehrmitteloffensive

Es fehlen oftmals gute Lehrmittel für individualisierten Unterricht. Jeder Kanton fährt mit seinem Lehrmittelverlag sein eigenes Züglein. Auf der einen Seite ist es wichtig, dass die Qualität von Lehrmitteln gesichert wird und nur zugelassene, nicht irgendwelche Lehrmittel verwendet werden dürfen. Auf der anderen Seite ist es überhaupt nicht sinnvoll, dass jeder Kanton seine eigenen Lehrmittel entwickelt.

Am besten würde man alle Lehrmittelverlage privatisieren und die Erstellung der Lehrmittel öffentlich ausschreiben oder geprüfte Lehrmittel zulassen, die spezifizierten Anforderungen entsprechen. Lehrer und Schulen sollen aus verschiedenen Lehrmitteln auswählen können, denn der freie Markt würde die besseren Lehrmittel hervorbringen. Öffentlich finanzierte Lehrmittel sollen als opensource (OSS) / creative commons (CC) in digitaler, weiterbearbeitbarer Form freigegeben werden. Lernsoftware muss plattformunabhängig funktionieren und soll webbasiert umgesetzt werden.

Lehrmittel sollen nicht mehr pro Kanton, sondern schweizweit evaluiert werden. Dafür soll es pro Fach mehrere zulässige Lehrmittel zur Auswahl geben, so dass die Lehrer mehr Spielraum erhalten. Denkbar sind zwei Wege zur Privatisierung der Lehrmittel: Der Staat legt Inhalt und Richtlinien für Lehrmittel fest. Private Lehrmittelverlage reichen ihre Lehrmittel zur Prüfung ein. Sind alle zwingenden Kriterien erfüllt, erhält das Lehrmittel eine Zulassung. Eine andere Möglichkeit ist eine Ausschreibung zur Entwicklung eines neuen Lehrmittels, an der sich verschiedene Lehrmittelverlage bewerben können.

Wichtige Voraussetzungen für Lehrmittelinhalte:

  1. Lehrmittel sind politisch und religiös neutral und nicht ideologisch geprägt.
  2. Es gibt im selben Lehrmittel verschiedene Aufgaben für schwache, mittlere und starke Schüler.
  3. Das Lehrmittel deckt zumindest einen Teil des Lehrauftrags ab.

Kreatives Lehrmittelportal

Es wird für die Lehrer schweizweit ein App-Store für Schulanwendungen eingerichtet. Alle Anwendungen laufen browserbasiert, es werden keine Voraussetzungen an den Client gestellt. Für den Offline-Betrieb können die neuen Fähigkeiten von HTML5 genutzt werden. Lehrmittelverlage integrieren ihre Lernsoftware in den App-Store. Das Format der Inhalte muss einem öffentlichen Standard entsprechen. Lehrer können im App-Store eigene Inhalte zu Lehrmittel ergänzen. Lehrer und Schulen können die Apps gratis nutzen, die Bezahlung übernimmt der Kanton, indem er einen festgelegten Betrag entsprechend der Nutzungsrate der Apps an die Hersteller verteilt.

Wichtige Voraussetzungen für Lehrmittel sollen unter anderem sein:

  1. Die Inhalte der Lehrmittel unterliegen einer freien Lizenz (z.B. CC)
  2. Die Inhalte sind in einem Standardformat auch elektronisch verfügbar
  3. Lehrmittel dürfen somit kopiert, verändert und weitergegeben werden
  4. Elektronische Hilfsmittel sind einfach zu halten, opensource, webbasiert und platformunabhängig, sie laufen sowohl auf dem Server, wie auch auf dem Client unter allen modernen Betriebssystemen. JavaScript ist zu vermeiden, Flash ist untersagt.

Die Lehrer sollen schweizweit eine Plattform im Internet erhalten, wo sie Arbeitsblätter und andere Inhalte austauschen können, eine Art Wiki, ein Pädagogia für Lehrer. Möglicherweise kann man die zaghaften Ansätze von [1] dazu ausbauen. Die Inhalte sollen allesamt in einer geeigneten Wiki-Syntax geschrieben und in HTML verfügbar sein und keine spezielle Software benötigen. Zum Druck für die Schüler soll ein ansprechendes CSS zu Verfügung stehen.

Mitarbeit: David Herzog, Peter Kunszt, Marc Wäckerlin, Barbara Scherer